Richtig Wohnen

Richtig Wohnen-mit optimierter Heizung

        Heizen

1.      Energiegefälle

Die Wärmeenergie hat das Bestreben, sich auszugleichen. So wie Wasser nach unten fällt,
findet der Wärmetransport stets von der höheren, zur tieferen Temperatur, statt.
Isolation hat die Aufgabe, die Menge der Ausgleichsenergie zu minimieren.
Je größer der Temperaturunterschied, um so größer ist die
Wärmemenge .

2.   Wärmeträger

Wärme ist überall. In festen, flüssigen, oder gasförmigen Stoffen. Sogar im Weltraum.
Wärmeträger transportieren Wärme.
Unterschieden wird nach der Fähigkeit Wärme zu speichern oder Wärme zu leiten.

2.1    Feste Stoffe

Das Mauerwerk und die Isolierung bestimmen die Verluste der Heizung, weil die Oberflächen sehr gross sind.
Fenster,Türen und Rolladenkästen, haben zwar kleinere Oberflächen,
leiten die Wärme aber wesentlich besser,
sodaß auch sie relevant sind.
( Doppel- oder Isolierverglasung ist eine Minimalforderung ) 


2.2    Flüssige Stoffe

Wasser, oder frostsichere dünnflüssige Öle, werden für der Wärmetransport in einem
geschlossenem Kreislauf verwendet.


2.3    Gasförmige Stoffe

Eingeschlossene unbewegte Luft dient als Isolator. (Isolierfenster, poröses Mauerwerk)
Um Luft als Wärmeträger zu verwenden, muß eine entsprechend große Luftmenge zirkulieren.
Bei Bedarf wird die natürliche
Konvektion durch eine Zwangslüftung   mit Ventilatoren ersetzt.

2.4    Wärmestrahlung

    Jede Masse, fest oder flüssig,   gibt Wärmestrahlung ab.
Dadurch sinkt seine Körpertemperatur. Gleichzeitig empfängt dieser Körper mit seiner Oberfläche
die Wärmestrahlung, aller anderen  Körper in Sichtweite, die ja auch abstrahlen, und seine Temperatur erhöhen.
Nach einer Anpassungszeit (z.B. Aufheizzeit eines kalten Zimmers), stellt sich ein stabiler Zustand ein.
Jeder Punkt einer Oberfläche hat dann die Temperatur die sich aus :
Strahlungsabgabe +   Strahlungsaufnahme  -  Wärmeleitung ergibt.
Im Idealfall werden alle Wände auf 20°C erwärmt, die Luft bleibt kühl.
Sonderfall sind Infrarotstrahler für draußen.
Kurzform: Einseitiges Grillen.


3      Heizungsanlagen (Prinzip)

3.1     Wärmeerzeugung

Sortiert nach Quelltemperatur:   Wärmepumpe -   Sonnenkollektor  -  Strom  - Kamin  -  Öl  -  Gas. s.
Optimal ist eine große Temperaturdifferenz zwischen W. Quelle und W. Träger,
bei gleichzeitiger Minimierung von Abgas- und Strahlungsverlusten.


3.1.1  Wärmepumpen 

Arbeiten wie ein Kühlschrank. Der Wärmequelle wird Energie entzogen und zum Heizen
auf eine höhere Temperatur gebracht. Dazu wird leider Strom gebraucht.
Rentabel, wenn der Strom selbst erzeugt wird, oder niedrige Heiztemperaturen nötig sind z.B. Fußbodenheizung.


3.1.2   Sonnenkollektoren

fangen in Vakuum isolierten Rohrsystemen die Wärmestrahlen der Sonne auf. Erstaunlich hohe Temperaturen
bis 80 °C können im Sommer auch bei bedecktem Himmel erreicht werden. Die Temperatur des Wärmeträgers
wird durch die Umpumpgeschwindigkeit geregelt. Hoher Geräte- und Regelaufwand.
Bei Neubau und Dachrenovierung sinnvoll


3.1.3   Stromheizung

  ist die absolut beste Lösung, wenn Räume nur wenige Tage im Jahr, Wärme brauchen.
Ein Kamin ist die Traumlösung für männliche Individualisten. Kann zum Alptraum werden.
Die Ölheizung für EFH ist out. Letzte Alternative, wenn Gas nicht verfügbar ist.


4.1     Fußleistenstrahlungsheizung

Ist fast unbekannt, die Vorteile sprechen für sich.
Bei diesem System werden die Heizrohre oberhalb der Fußleisten entlang der Außenwände installiert.
Jedes Zimmer wird durch einen eigenen Thermostat auf Temperatur gehalten. Entsprechend dem
berechneten Wärmebedarf werden Heizregister auf die Rohre montiert. Durch die neutrale Verkleidung
wird ein Kamineffekt erzeugt, welcher die erwärmte Luft an der Wand aufsteigen läßt. Nach der
Wärmeabgabe an die Wand, sinkt die nun kalte Luft im Abstand von ca. 50cm wieder zum Boden und
der Kreislauf beginnt erneut. Die nun warme Wand strahlt in alle Richrungen des Raumes Wärme ab,
bis Decke, Boden, Wände, eben alle festen Körper eine einheitliche Temperatur haben. Die Luft wird
nicht direkt erwärmt, sondern nur durch die Wärmeleitung der Wände und Möbel. dadurchgibt es
keine Luftwirbel und zur Freude der Hausfrauen bleibt der Staub auf dem Boden, bis der Staubsauger ihn entfernt.
Deshalb entscheiden sich immer mehr Allergiker für dieses System.
Da es jetzt keine kalten Stellen im Raum gibt, kann auch keine feuchte Luft kondensieren. Die Wände
trochnen aus und minimieren den Wärmeverlust. Es bildet sich ein
"Wohlfühlklima", da man von allen
Seiten angenehm erwärmt wird. Dies freut auch den Verwalter der Haushaltskasse, da sich der Effekt
schon bei einer Temperatur von 19°C einstellt, welches eine Ersparnis von 10-15% ermöglicht.
Ausführliche Informationen gibt es bei
www.einfach-gut-gebaut.de unter "Radia Therm".


Bei uns können Sie nichts direkt kaufen, deshalb ermuntern wir Sie, den Informationsgehalt
unserer Seiten zu prüfen.

Wir würden uns freuen, Sie erneut hier begrüßen zu können.

Wenn die Tips geholfen haben, empfehlen sie uns doch einfach weiter.


Im Voraus:
Besten Dank
.
.
.
Datenschutzbestimmungen