Richtig Wohnen

Richtig Wohnen-ohne feuchte Kellerwohnung

Kellerwohnung

Was ist, bzw. wie definiert man eineKellerwohnung?

Notiert nach steigenden Anforderungen an das Verhalten der Bewohner.

1) Durch Hanglage liegt der Fußboden einer Wand mindestens 80 cm tief im Erdreich.
Normale Fenster erlauben Sonneneinstrahlung und Querlüftung.

2) Durch Hanglage liegt der Fußboden einer Wand mindestens 2m tief im Erdreich.
Fenster zum Lichtschacht erlaubt Querlüftung.

3) Durch Hanglage liegt der Fußboden einer Wand mindestens 2,5 m tief im Erdreich.
Fenster zum Lüften sind nicht vorhanden.Lüften nur durch natürliche Konvektion.

4) Durch Hanglage liegen die Fußböden der Seitenwände teilweise mindestens 80 cm tief im Erdreich.
Fenster zum Lüften nur auf der Talseite.Lüften nur durch natürliche Konvektion.

5) Vollständig unterkellertes Haus. Fenster zum Lüften sind nicht in gegenüber liegenden Außenwänden.
Querlüftung nicht möglich.

Mögliche Probleme in Kellerwohnungen


An den Außenwänden hinter Erdreich bildet sich : Feuchtigkeit, Stockflecken, Schimmel und schlechter Geruch.
Besonders in den unteren Ecken. Vermehrtes Auftreten von Kellerasseln.

Ursachen :

Durch die normale Erdfeuchte und Sommer wie Winter gleichbleibende Erdtemperatur von ca. 8 °C,
dringt Feuchtigkeit, auch bei Sachgemäßer Isolierung nach innen. Die Menge an Wasser ist jedoch so gering,
daß sie bei sachgemäßem Wohnen, keine Rolle spielt.
Der kleine Vorteil, beim Wohnen im Keller, im Winter nur gegen 8 °C anstelle der tieferen Außentemperatur
heizen zu müssen; kehrt sich im Sommer auf spezielle Weise um.
Da in normalen Sommern nicht geheizt wird , stellt sich bei fehlender oder unzureichender Lufbewegung im
Raum, an der Außenwand die Temperatur des Erde von ca. 8°C ein.

Jetzt wird es schwierig. Nur die Physik kann helfen.

Mit Physik schwimmen die Fische nur im Aquarium.

Ohne Physik laufen auch Silberfische über den Boden.


Richtig entschieden!

Sie kommen um eine Taupunktkontrolle nicht herum.


Warme Luft kann viel, kalte Luft kann nur wenig Wasserdampf aufnehmen.
Wenn dieser Grenzwert überschritten wird,Temperatur zu kalt, oder Feuchte zu hoch,
wird auf kalten Flächen, wie Tau auf der Wiese, Wasser ausgeschieden.

Auf der Seite "Trocknen" finden Sie den Taupunktrechner.

Wie Sie sehen, wird beim Lüften mit Außentemperaturen von über 20 °C, Wasser in die Wohnung geholt.

Was tun?

Lösung : Es gibt wirklich nur diesen einzigen Weg !

Verhindern Sie diese kalten Stellen. Wenn die kalten Stellen über 12 °C liegen, haben Sie gewonnen.

Leicht gesagt und schwer getan. Erreichbar nur durch eine Reihe von Maßnahmen.

1) Kaufen Sie 1 Infrarotthermometer und min. 2 Hygrometer zur Messung der rel. Luftfeuchte.

2) Finden und notieren Sie die Stellen der Wohnung mit der kleinsten Temperatur.

3) Messen Sie Außen an sonnengeschützter Stelle die Luftfeuchtigkeit.

4) Messen Sie Innen an gleicher Stelle die Temperatur und Feuchte für min. 30 Minuten.

5) Messen Sie unter 9 °C oder über 85 % rel. Luftfeuchtigkeit, müssen Sie was tun.

6) Der Luftaustausch, bzw. die Luftzirkulation an den Stellen muss verbessert werden.

7) Generell gilt:

Keine hohen Schränke an die Außenwände.
Alle Möbel, Bilder usw. müssen 2-5 cm Abstand von der Wand haben.
Keine Möbel in Außenwandecken.

8) Überprüfen SIe die Außenwände auf Risse und Kontakt mit stehendem oder fließendes Wasser.
(defekter Abfluss, undichte Regenfallrohre usw.)

9) Alle, wirklich alle Räume müssen auf minimal 12 °C beheizt werden. Immer!

10) Stellen Sie Elektrogeräte in die kältesten unbeheizten Kellerräume, und heizen Sie mit der Abwärme.
(Kühlschrank,Kühltruhe,Kondensat-Waschmaschine,Trockner usw.)

11) Lassen Sie die Tür zum Heizungsraum auf und vernichten Sie nicht die wertvolle Wärme durch Kippfenster.

12) Lüften Sie nur nach Blick auf das Außenhygrometer mit Durchzug oder Stosslüftung.

13) Verwenden Sie unbedingt Staubsauger mit HEPA Filter, sonst verteilen Sie die Schimmelsporen auch an die
Stellen der Wohnung, die bisher schimmelfrei waren.

Sodele, dies waren die leichten Fälle nach Wohnung Typ 1 oder 2.

Ja man glaubt es nicht, es geht noch schlimmer.

Sind Sie denn :

Mehr als eine Person in der Wohnung?
Ganztägig zu Hause?
Zwischenmenschlich aktiv?
An feuchten Hobbys interressiert? (was Sie immer denken, Pflanzen, Terrarien, Sauna)

oder :

Liegt Ihr Haus an bewaldeten Berghängen, in der Nähe von Seen oder Sumpfgebieten?
Egal ob die Feuchte vom Klima oder Sonderfall Mikroklima bestimmt wird.
Ihre mittlere Feuchte liegt dann über dem Durchschnitt zwischen 60 und 85 %.

Dann hilft auch bei Typ 3-5 langfristig nur, und schon wieder nur eine Lösung.

Lösung der schweren Fälle : (Hilft natürlich auch bei den leichten Fälle)

Änderung Ihrer Heizungsanlage ! Einbau einer Fußleistenstrahlungsheizung.


Kennen Sie nicht, ist normal. Die Installateure verdienen zu wenig daran.
Auf der Seite Heizengibt es Informationen.
Hier nur der Knackpunkt einer Strahlungsheizung:

(Ist von niemand zu Ändern, auch nicht von der Handwerkerinnung)

Prinzip:

A) Wärme wird konventionell (normal) erzeugt und verteilt.
B) Ein großteil der Wärme wird über die Wärmestrahlung gleichmäßig im Raum verteilt.
C) Weil erwärmte Flächen wieder zurückstrahlen, erhält automatisch die kälteste Stelle im Raum, die meiste Energie.

Toll, was?

Das bedeutet das Ende der feuchten Flecken, qualvolles austrocknen unzähliger Kellerasseln.

Problem gelöst.

Sonderfall: Mehr als eine Woche sehr warme, sehr feuchte Sommerluft.
oder: Abkühlung um 10°C oder mehr.

Dann können Sie vielleicht innen eine Feuchte von mehr als 80% messen.
Dann müssen Sie unbedingt Ihren Luftentfeuchter einschalten, bis Sie unter 80% liegen.
Sie werden staunen wie lange das dauert, und wieviel Wasser sie erzeugen.




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